In diesem Seminar wird der Forschungsstand zur Nutzung und Wirkung sozialer Medien anhand ausgewählter Studien reflektiert und auf die interne Kommunikation in Organisationen übertragen. Soziale Medien werden als Form der Online-Kommunikation eingeordnet und charakterisiert. Phänomene der Nutzung und Wirkung sozialer Medien, wie das Privacy Paradox, Authenticity Paradox oder Connectivity Paradox, werden analysiert und deren Implikationen für den Einsatz sozialer Medien in der internen Organisationskommunikation diskutiert. Spezifische Herausforderungen der Nutzung sozialer Medien im Arbeitskontext, wie Cybermobbing oder digitaler Stress, werden berücksichtigt.

Die Lehrveranstaltung ist so aufgebaut, dass in jeder Sitzung einzelne empirische Studien zunächst detailliert ausgewertet und kritisch reflektiert werden. Anschließend werden die Erkenntnisse in Form einer praktischen Fallstudie auf ein Beispiel der internen Organisationskommunikation übertragen.

Ziel ist es, dass die Teilnehmenden Strukturen und Mechanismen der Nutzung und Wirkung sozialer Medien verstehen und Ergebnisse empirischer Studien einordnen und beurteilen können. Außerdem wird die Kompetenz trainiert, Erkenntnisse der kommunikationswissenschaftlichen Forschung auf kommunikationspraktische Probleme in Organisationen anzuwenden.

Die Prüfungsleistung erfolgt in Form einer Portfolioprüfung mit einem mündlichen und einem schriftlichen Anteil in Form der Erstellung eines Reviews zu einer wissenschaftlichen Studie.