Kunstbiennalen spielen eine herausragende Rolle in der Kunstwelt der Gegenwart. Dabei bedienen diese Großevents verschiedene Bedürfnisse, von denen der ausstellenden Künstler*innen über die der Kritiker*innen hin zu denen der Besucher*innen. Die Kurator*innen haben die Aufgabe, ihre Auswahl in einem für das Publikum nachvollziehbaren Gesamtkonzept als überzeugende Ausstellung zu präsentieren. Künstler*innen hoffen auf einen gewissen Durchbruch oder anhaltende Bedeutung auf dem Kunstmarkt, auch wenn Biennalen selbst keine Verkaufsmessen sind. Zudem kann man von Biennalen-Tourismus sprechen, wenn Kunstbegeisterte aus aller Welt alle zwei Jahre keine Kosten und Reisewege scheuen, um nach Venedig, Sao Paolo oder Berlin zu fahren, um zeitgenössische Kunst zu sehen. Die kulturelle, soziale und finanzielle Bedeutung, die Biennalen für die Gegenwartskunst zugesprochen wird, ist jedoch auch vermehrt Kritik ausgesetzt, beispielswiese wenn es um Fragen von Zugänglichkeit, Nachhaltigkeit und Institutionalisierung geht.

In diesem Seminar werden wir uns mit den kritischen Aspekten am Beispiel der 13. Berlin Biennale auseinandersetzen. Nach vorbereitenden Seminarsitzungen zur Geschichte und Gegenwart verschiedener Biennalen werden wir am 26. und 27. Juni die Spielstätten der Biennale in Berlin besuchen und uns ein eigenes Urteil bilden. Die Teilnahme vor Ort in Berlin ist sicherzustellen.

Bitte beachten Sie die unregelmäßigen Seminartermine:

Donnerstags, 14 bis 16 Uhr, Einführung: 10.04.25, Seminarsitzungen: 05.06.25, 12.06.25, 19.06.25, 26.06.25 und Nachbesprechung am 10.07.

Vor Ort in Berlin: 03.07.25 ab 12.30 Uhr bis 04.07.25 bis 15.30 Uhr