Was unterscheidet eine Demokratie von einer Autokratie? Wie interagieren Regierungen und Parlamente und wie verändert das die Ergebnisse politischer Entscheidungsprozesse? Auf welche Weisen können Parteien, Interessengruppen und Bürger*innen politische Entscheidungen beeinflussen? Oder, unter welchen Bedingungen ist eine Demokratie fair, inklusiv und stabil? Dies sind essentielle Fragen die von Forscher*innen der Vergleichenden Politikwissenschaft adressiert werden. Die Vorlesung macht Studierende mit diesem Forschungsfeld vertraut – seinen wichtigsten Konzepten, Theorien und Methoden. Wir werden über das einfache Beschreiben politischer Systeme verschiedener Länder hinausgehen und decken durch systematischen Vergleich auf, wie politische, soziale und ökonomische Faktoren zusammenhängen.
Vier Themen strukturieren den Ablauf der Vorlesung: Als Erstes schauen wir die Besonderheiten von Demokratien und Autokratien an und gehen der Frage nach, wann und warum Staaten Demokratisierung und demokratischen Rückschritt durchlaufen. Als Zweites fokussieren wir uns auf die Institutionen demokratischer Systeme und analysieren die Interaktion von Exekutiven und Legislativen. Als Drittes befassen wir uns mit verschiedenen politischen Akteur*innen, von Parteien über Interessengruppen bis hin zu Wähler*innen. In diesem Kontext schauen wir uns auch die vergleichende Methode an und lernen, wie wir durch systematischen Vergleich Neues verstehen können. Als Letztes untersuchen wir verschiedene institutionelle Designmöglichkeiten und wie diese die Qualität und Stabilität von Demokratien beeinflussen.
In jeder Sitzung lernen wir neue Konzepte und Ansätze kennen, arbeiten gemeinsam die Relevanz des Sitzungsthemas für aktuelle Politik heraus und beobachten, wie Forschende sich in der Praxis mit dem Thema befassen.
- Dozent/in: Meryem Kocabas
- Dozent/in: Corinna Kröber