Medien begleiten unseren gesamten
Lebenslauf, und umgekehrt nimmt unsere Biographie Einfluss auf die Art und
Weise, wie wir Medien nutzen und wie diese auf uns wirken. Individuelle und
kollektive Biographien sind offenbar zugleich Determinanten und Resultate der
Mediennutzung. Verbreitet ist auch die Annahme, dass sich Generationen wie
beispielsweise die „Millennials“, „Digital Natives“ oder die Generation X, Y
und Z sehr stark hinsichtlich der von ihnen genutzten Medien unterscheiden,
sodass Medien spezifische Fernseh-, Internet- oder Social Media-Generationen
hervorbringen. Die Zugehörigkeit zu einer Generation bestimmt demnach Umfang
und Art der Mediennutzung, und umgekehrt prägen diese Medien jeweils die
gesamte Generation.
Das Seminar geht den Fragen nach,
inwieweit „Medienbiographie“ und „Mediengeneration“ geeignete Konzepte für die
Erklärung von Mediennutzungsverhalten, medialen Praktiken und letztlich auch
Medienwirkungen darstellen. Anhand vorliegender Studien sollen zentrale
Forschungsergebnisse diskutiert und ein Überblick über Fragestellungen,
Forschungsdesigns und verwendete Methoden gewonnen werden.
Lektüre:
- Burgfeld-Meise, Bianca (2024).
Generation – Biografie – Sozialisation – Medien. Überlagernde Sedimente des
Mediengenerationsdiskurses. In: Oggolder, Christian/ Roth-Ebner, Caroline (Hrsg).
Medien – Biografien – Generationen. Theoretische, empirische und praktische
Perspektiven. Baden-Baden. Nomos,
S. 19-39. https://doi.org/10.5771/9783748914679-19
- Dozent/in: Klaus Beck
- Dozent/in: Nils Grünwald