Das Seminar widmet sich zentralen Stationen der polnischen Geschichte und untersucht deren Darstellung in Literatur und Film. Im Fokus steht die Frage, wie historische Erfahrungen – etwa Teilungen, nationale Unabhängigkeitsbewegungen, Zweiter Weltkrieg, Holocaust, kommunistische Herrschaft und Transformation seit 1989 – narrativ gestaltet, erinnert und kulturell gedeutet werden. Anhand ausgewählter literarischer Texte und filmischer Werke werden unterschiedliche Perspektiven auf Geschichte analysiert. Dabei werden ästhetische Verfahren, narrative Strategien sowie politische und gesellschaftliche Kontexte berücksichtigt. Ein besonderes Augenmerk gilt der Wechselwirkung zwischen individueller Erinnerung und kollektiver Geschichtskonstruktion sowie der Rolle von Medien bei der Vermittlung historischer Deutungen. Das Seminar fördert die Fähigkeit, Filme und literarische Texte im historischen Kontext kritisch zu interpretieren und vergleichend zu analysieren. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für die Vielschichtigkeit polnischer Geschichte und ihrer kulturellen Repräsentationen zu entwickeln sowie transnationale Bezüge, insbesondere im deutsch-polnischen Kontext, zu reflektieren.
- Dozent/in: Marek Fialek