Einhundert Jahre nach dem Beginn der ersten deutschen Republik erscheint nicht nur die Revolution selbst in einem neuen Licht, auch die Geschichte der Weimarer Republik wird nicht mehr nur von ihrem Ende her betrachtet und als eine zum Scheitern verurteilte Demokratie gesehen. In dem Proseminar geht es darum, diese neuen Perspektiven auf die Revolution und die Republik aus einer lokalgeschichtlichen Perspektive zu überprüfen. Eine der Leitfragen wird – anknüpfend an die Vorlesung zum Antisemitismus – darauf liegen, ob und wie stark antisemitische Einstellungen in der städtischen Gesellschaft verbreitet waren.

Voraussetzung für die Teilnahme an dem Seminar ist die Bereitschaft Recherchen im Stadtarchiv Greifswald durchzuführen und Quellen und Dokumente zur Revolution sowie zur Entwicklung der Demokratie in Greifswald auszuwerten.